Mul­ti Chan­ne­ling (Mul­ti­ka­nal)

Unter dem Begriff Mul­ti Chan­ne­ling ver­steht man im All­ge­mei­nen einer­seits die mehr­glei­si­ge Dis­tri­bu­ti­on, ande­rer­seits den par­al­le­len Ein­satz von meh­re­ren Absatz­ka­nä­len durch ein Wirt­schafts­un­ter­neh­men. Eine wei­te­re Mög­lich­keit zur for­ma­len Defi­ni­ti­on ist der Begriff “hybri­des Ver­kaufs­sys­tem”. Die Haupt­ei­gen­schaft des Mul­ti Chan­ne­lings ist die Eigen­schaft, dass die Wahl des bevor­zug­ten Dis­tri­bu­ti­ons­ka­nals durch den Kun­den selbst erfolgt.

Die wesent­li­chen Pro­blem­stel­lun­gen der Mul­ti-Chan­nel-Dis­tri­bu­ti­on bestehen in der Aus­wahl, der Gestal­tung, der Steue­rung, der Abgren­zung sowie in der Koor­di­na­ti­on der ver­schie­de­nen Absatz­ka­nä­le. (Schö­gel)

Die Ziel­set­zun­gen der Mul­ti Chan­nel-Dis­tri­bu­ti­on sind in ers­ter Linie:

• die Errei­chung eines höhe­ren Dis­tri­bu­ti­ons­gra­des bzw. einer stär­ke­ren Markt­ab­de­ckung
• eine Ver­stär­kung der Neu­kun­den­ge­win­nung durch kun­den­ge­rech­te Aus­ge­stal­tung der Absatz­ka­nä­le. (Ein Bei­spiel: Durch unter­schied­li­che Absatz­ka­nä­le wird den indi­vi­du­el­len Bedürf­nis­sen der Kun­den Rech­nung getra­gen.)
• die Durch­füh­rung von Kos­ten­sen­kungs­po­ten­zia­len und Anstieg der Wirt­schaft­lich­keit der Dis­tri­bu­ti­on
• die Reduk­ti­on bzw. der Aus­gleich von Risi­ko durch For­mu­lie­rung eines Absatz­ka­nal-Port­fo­li­os
• die Durch­füh­rung von Syn­er­gie­po­ten­zia­len

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